Deutliches Plus bei Lehranfänger*innen und Talentechecks für alle

Deutliches Plus bei Lehranfänger*innen und Talentechecks für alle

Die Anzahl der Lehranfänger*innen im ersten Jahr hat sich quer durch die Branchen um 4,2 Prozent gesteigert. Nicht ganz so hoch sind die Prozentwerte in Österreichs größter Ausbildungssparte. Die Ergebnisse zeigen aber auch hier ein deutliches Plus.

„Die Zahlen der Jugendlichen, die sich in ihrem ersten Lehrjahr befinden, geben uns Grund zur Freude: Denn in Gewerbe und Handwerk, Österreichs größte Arbeitgeber- und größte Lehrlingssparte befinden sich mit Ende Oktober um 3,8 Prozent oder 495 Lehrlinge mehr in Ausbildung als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit einher geht natürlich auch ein Plus bei den Ausbildungsbetrieben“ freut sich die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster. (OTS0164)

Talentechecks für alle

Christoph Leitl von der Wirtschaftskammer führt dieses Plus bei den Lehren weitgehend auf die so genannten Talentechecks für 13 und 14-Jährige Jugendliche zurück. 75 Prozent aller Jugendlichen würden dieses Angebot nutzen. Christoph Leitl will das Angebot der Talentechecks ausbauen. Die WKO verlangt bekannterweise einen verpflichtenden Talentecheck in der 7. Schulstufe für alle Jugendlichen. Tatsächlich werden Potenzialanalysen für Jugendliche von der Wirtschaftskammer übernommen. In Oberösterreich führt beispielsweise das Jugendservice diese Potenzialanalysen, die immerhin einen Wert von 125 Euro darstellen, durch. Man spricht im Folder von verschiedenen psychologischen Tests (ohne genauere Angaben) und einem Beratungsgespräch.

Ob alleine die Talentechecks der WKO für das Plus bei den Lehrlingen verantwortlich sind, darf bezweifelt werden. Etliche Unternehmen spüren aufgrund der steigenden Nachfragen und der verbesserten Konjunktur den Fachkräftemangel deutlicher als in den Jahren zuvor und haben sich daher entschlossen, Lehrlinge auszubilden.

Ausbildungsreife

Die WKO nutzt die Gelegenheit die Forderung nach einheitlichen Bildungsstandards erneut zu betonen. Große Hoffnungen setzen die Vertreter*innen der Wirtschaftskammer auch in die von der zukünftigen Regierung beschlossenen „Ausbildungsreife“. „Sinnerfassendes Lesen, Schreiben, Rechnen aber auch soziale Kompetenzen müssen mit Absolvieren der Schulpflicht bei den Jugendlichen als Bildungsstandards vorausgesetzt werden können“, so Christoph Leitl. (OTS 0117)


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